Karte 9 aus der Online-Umfrage von 2008 (Dominanzkarte)

Karte 31 aus dem KSDS

Die Online-Karte 9 zu den vorherrschenden Bezeichnungen für das heute bekannteste Schweizer Gericht zeigt ähnliche Verhältnisse wie beim Begriff ‚zu wenig gesalzen’. Gegenüber Karte 31, die noch eine Vielzahl von Bezeichnungen nachweist, auf der aber auch schon das Vordringen des neueren Worttyps Rööschti vermerkt wird, ist nun die allgemeine Vorherrschaft von Rööschti festzustellen. Einige regionalspezifische Ausdrücke können allerdings kleinräumig noch ihre Dominanz bewahren, wie der Freiburger Brägu/Brägel. Im Wallis dominiert vereinzelt noch Choch, und auch die Zürcher pröötlet Härdöpfel treten weiterhin in Erscheinung. An mehreren Orten dominiert der zu SDS-Zeiten vom nördlichen Aargau bis Luzern gebräuchliche Typ Brausi/Bräusi. Auch hier zeigt die Verbreitungskarte (s. Online-Karte 10) den gesamten früheren Geltungsbereich noch deutlich. Die regionale Variante ist nicht verschwunden, sie ist nur von der dominanten Rööschti überlagert. Das gilt insbesondere auch für die auf Karte 31 noch vielfach nachgewiesenen zusammengesetzten Ausdrücke, wie praatni, präägleti oder gchocheti (H)ärdöpfel u. Ä., die zwar auch nach der Online-Umfrage weiterhin als Bezeichnungen möglich sind, aber kaum mehr irgendwo regional vorherrschen. Die auch schriftlich von Speisekarten und Lebensmittelgrossverteilern geläufige Form Rösti hat als einfache und spezifische Bezeichnung die Oberhand gewonnen.

Karte 10 aus der Online-Umfrage von 2008 (Verbreitungskarte)